Sonntag, 12. Juni 2011

Am Jakobsweg

Griaß eich!

Seit heute gehe ich den offiziellen Jakobsweg (in Zukunft kurz JW geschrieben). Der durchquert ganz Österreich von Budapest kommend. Jetzt geht es über Innsbruck, dem Arlberg bis Rankweil an die schweizerische Grenze.
Das Tolle am offiziellen JW ist, dass nun der Weg mehr oder minder gut beschildert ist (siehe Foto) und dass die Infrastruktur für Pilger besser wird.
Wichtig an der Beschilderung ist dabei das Logo (siehe auch am Beginn meines Bloggs).
Das gelbe Symbol auf blauem Grund stellt eine stilisierte Jakobsmuschel dar. Wobei das Zentrum in die Richtung von Santiago de Compostella (in Zukunft SdC) zeigt und von dort strahlen die Lichtstrahlen aus. Oder als andere, für mich sehr gute Erklärung, die Strahlen symbolisieren die vielen Jakobswege, die sich alle in SdC beim Grab vom Hl. Jakobus treffen. Wenn das Logo richtig montiert ist, dann bräuchte es eigentlich keinen Richtungspfeil.

Ich bin heute wie geplant in Söll gelandet, mit ca. 35 Geh-Km (um 4 mehr als geplant - das sollte jetzt mit den Führerangaben hoffentlich besser werden). Am Morgen in Fieberbrunn war das Wetter trostlos wie gestern an meinem Ruhetag, es regnete und der Himmel war tief verhangen. Die Zimmerwirtin wollte mir einen weiteren Pausetag einreden oder dass ich mit dem Zug weiterfahre. Aber so stark regnete es doch nicht, dass ich am ersten widrigen Tag aufgebe. Die Wirtin servierte mir zum Frühstück noch eine leckere Erdbeertorte. Das fand ich sehr lieb, schließlich ist heute Pfingstsonntag und Vatertag - liebe Söhne habt Ihr das organisiert? Ein Pilger dankt für diese lieben Gesten.
Eingepackt in die Regenpelerine startete ich mit viel Optimismus und führte gleich ein eindringliches Mitarbeitergespräch mit meinem Helfer Jakobus.
Beim Gehen im Regen hat man zwei Möglichkeiten. Entweder wird man vom Weihwasser von oben nass oder man zieht die Regenpelerine über und dunstet im eigenen Saft, wie ein Huhn in der Bratfolie. Schon nach 1-2 Km ging mein Blick hoffnungsvoll zum Himmel empor - wird es wirklich heller? Nach einer halben Stunde nieselte es nur mehr ganz fein, dass ich meine Dunstfolie verpacken konnte und nach einem weiteren Km konnte ich auch die Regenjacke weggeben. Danke Jakobus, wir sind ein gutes Team. Das Wetter wurde von Stunde zu Stunde besser und am NM ist es ein schöner Pfingstsonntag geworden.

Vor St. Johann i.T. steht die erste Jakobuswegtafel - Juhuuu. Wenn sie hier den Weg zum Ziel schon markieren, dann kann es doch nicht mehr so weit sein - oder? Im Ernst, jetzt habe ich 300 Km in den Füßen, also mehr als 10% der Wegstrecke. Und so soll es weitergehen, dann schaffe ich den Weg sicher. Der gestrige Schwimm- und Wellnesstag im Saunadorf hat mir sehr gut getan und die Anfangsproblemchen sind auch fast weg.

In St. Johann schaffe ich es, nach 11 Geh-Km das Hochamt zu Pfingsten um 10h zu erreichen. Eine große und volle Kirche und ein charismatischer junger Pfarrer mit markigen Tiroler Sprüchen, die mich sehr zum Schmunzeln anregen. Hier kriege ich auch wieder einen Pilgerstempel.
Ab St. Johann befindet man sich voll im Tiroler (Ver)Fremdenverkehrsgebiet. Die Orte sind fest in "Fremder" Hand und die Preise entsprechen den umgebenden Berggipfelhöhen.

Zwischen St. Johann und Going, übrigens bei bester Beschilderung, treffe ich auf den ersten Jakobspilger, ein Salzburger, der nach dem portugisischen JW nun berufsbedingt in Etappen den österreichischen JW gehen will - heuer bis Innsbruck. Leider trennen wir uns kurz darauf, weil ich nach über 4 Geh-Stunden beim Römerwirt Mittagspause halten will. Ein gutes Brot mit Tiroler Speck gibt Kraft für den Weiterweg.
Im Bereich Going (Stanglwirt) bis Ellmau ist es ganz arg mit den Urlaubern. Ich komme mir wie ein Außerirdischer vor, so wie ich als Pilger beäugt werde. Da geht ein Pilger! Aber vielleicht wird der 2-3 mal am Tag vom Fremdenverkehrsverband durch den Ort geschickt. Ich mache mir oft den Spaß und grüße mit einem lauten "Grüß Gott" oder einem herzhaften "Griaß di". Dann merkt man den inneren Kampf der Urlauber: Wie soll ich jetzt reagieren und zurückgrüßen? Meist kommt ein zaghaftes "Tachhh". Das macht den Spießrutenlauf durch die Flaniermeilen der Orte und beim Vorbeigehen bei den Gastgärten erträglich. Aber es gibt auch nette und ganz liebe Ansprachen und da stoppe ich meinen forschen Schritt gerne. Von Ellmau raus muss ich mit flottem Schritt ganze Horden Nachmittagsausflügler überholen. Das Warum klären dann die Schilder, die zum "originalen" Bergdoktor-Haus weisen. Ich habe es zur Sicherheit für die Nachwelt auch fotografiert, auch wenn ich die Fernsehserie noch nie gesehen habe.
Nach dieser wichtigen Sehenswürdigkeit wird es im Wald wo sich der JW durchschlängelt wieder ganz ruhig und man kann wieder auf sich selbst hören.

Bis Söll sind es noch einige Km und leider ist der Weg nicht ausreichend markiert und ich "verliere" den JW. Wie ich dann wieder eine Wegtafel sehe, bei der ein steiler Weg nach Söll markiert ist, bin ich frustriert zu sehen, dass es noch 2 Stunden bis zu meinem Tagesziel wäre. Mein Navi am Handy zeigt für den Weg über die Bundesstraße nur 4,3 Km Entfernung an (somit weniger als 1 Stunde). Da gab es für mich nach 31 Km kein Überlegen und ich bin schnell die Bundesstraße weiter gegangen. Es war zwar sehr viel Verkehr, aber es ging ganz gut. Nach 2 Km fand ich dann eine Nebenstraße bis in den Ort Söll. Ich musste mir schließlich noch ein Quartier suchen und da hatte ich viel Glück - Jakobus sei Dank.
Vor einem Küchenausgang eines Hotels sprach mich Pilger eine Küchenhilfe an und meinte in ihrem Hotel gäbe es günstige Pilgerpreise und sie ging gleich die Chefin fragen. Enttäuscht kam sie mit der Antwort wieder und meinte 42,- sind mir sicher zu teuer - wie recht sie hatte. Auf meine Frage, ob sie ein billiges Quartier wüßte, beratschlagte sie sich mit zwei weiteren Küchenkräften, die nachgekommen sind. Die gute Nachricht, der Pfarrer bringt oft Pilger in einem Heim unter. Ich dankte und war schon auf der Suche nach dem Pfarrhof und wirklich, die Pfarre betreibt eine Pilgerherberge gleich neben der Kirche (praktisch fürs Besichtigen und Beten). Der Pfarrer Goßner, dem ich sehr danke, führte mich in ein modernes und neues Haus, dem Jakobus-Haus und sperrte eines der Zimmer auf. Ein zwar kleines aber sehr nettes Zweibettzimmer mit WC und Dusche bekam ich für nur 15,- Euro. Das Bett musste ich aber selbst überziehen - nona! Und Frühstück müsste ich mir in der nebenliegenden Küche selbst zubereiten oder zur nächsten Bäckerei gehen. Ich gehe zur Bäckerei, denn zu Einkaufen gab es nichts mehr.
Die nächste Überraschung wartete im Aufenthaltsraum (mit bequemer Sitzgarnitur und Fernseher). Da lag eine detailierte Beschreibung mit viel Wissenswertem. Das Wichtigste dabei, dass man beim nahegelegenen Postwirt (großes Hotel und tolles Restaurant) fürs Essen als Pilger mit Ausweis entweder 30% Ermäßigung bekommt oder man kann ein Abo-Essen um 7,- Euro haben. Ich nahm das Abo-Essen, in meinem Fall: Frittatensuppe und ein leckeres Wienerschnitzerl mit Erdäpfel. Leider war des große Bier nur 0,4 l groß.

Nun sitze ich im Aufenthaltsraum (leider alleine - ich bin für heute der einzige Pilger) und schreibe für Euch den Tagesbericht. Ich hoffe, ich verwöhne Euch nicht, denn spätestens im Ausland werden die Berichte spärlich werden (Kostenfrage!).

Jetzt bin ich müde und schicke Euch liebe Grüße. Bleibt gesund und schreibt fleißig Kommentare. Es macht Spaß sie zu lesen.
Pilger Walter

Freitag, 10. Juni 2011

Mander es isch Zeit!

Richtig, ich bin schon in Tirol, in Fieberbrunn. Und es ist Zeit für den ersten Ruhetag. Morgen werde ich im hiesigen Almbad mit Saunadorf wellnessen und Kraft tanken für die nächsten 9 Tage und der Tirol-Durchquerung.

Mir geht es gut und ich bin planmäßig unterwegs. Das Gehen geht ganz gut. Am Vormittag bin ich immer recht agil unterwegs. Wenn dann 20 bis 25 Km geschafft sind, wird es doch immer schwerer zu gehen. Aber da kommt es auf die Strecke, den Weg und die Landschaft an. Die heutigen 33 Km (länger als geplant) waren leichter zu bewältigen als der gestrige Tag mit 28 Km. Ich habe auch heute mehrere Kleinpausen eingelegt und meine Füße massiert. Seit Jahren plagt mich beim längeren Gehen am linken "Ringzehen" eine Art Krampf, als ob sich die Sehne zusammenzieht. Das ist dann sehr schmerzhaft. Und wenn ich den Zehen strecke und massiere kann ich wieder einige Km schmerzfrei gehen.

Über den gestrigen Tag gibt nichts großartiges zu berichten, außer dass ich die Etappe geschafft habe. Am Morgen gab es noch leichten Regen. Anscheinend haben noch nicht alle von Euch die Daumen für ein trockenes Gehen gedrückt gehalten.
Entgegen den Aussagen der Zimmerwirtin habe ich doch einen Weg abseits der Bundesstraße gefunden. Eine steile Forststraße ging es zur Fellersbachbahn und von dort einen leider sumpfigen Weg zum Dientner-Sattel (1342 m, also 500 Hm). Dann ging es wieder die Straße weiter. Dafür hörte es zum Regnen auf und es wurde sogar einigermaßen schön. In Dienten ging es runter und rauf, bis zum Filzensattel (1290 m, also wieder 300 Hm). In Hintertal hielt ich eine kurze Mittagpause mit einem guten Beuscherl. In Ramseiden bei Saalfelden fand ich ein schönes Zimmer (22,-), welches ich mir im Internet schon gesucht habe. Nachdem es dort keine Infrastruktur gab, habe ich mir die Abendjause von Maria Alm mitgenommen.

Der heutige Tag (Fr. 10.6.) hielt einige schöne Überraschungen bereit.
Es war ein guter Gehtag - vom Wetter her und von der Strecke.
In Leongang maschierte ich am Radweg dahin, zwischen vielen Menschen aus aller Welt, Bikes und Zelten, weil dort der Mountainbike Weltcup stattfindet. Auf einmal höre ich jemanden "Walter" rufen. Ich blicke herum und vor mir stehen winkend Richard und Alexander Stock mit Felix und Benjamin. Mir blieb fast die Sprache weg (aber nur fast). Die Vier machen Urlaub in Lofer und sind auf gut Glück extra hierher gekommen um mich kurz anzufeuern und wir haben uns gefunden. Das war eine große Freude und gab Kraft für den restlichen Tag. Danke ihr Lieben!

Das nächste tolle Erlebnis hatte ich bei Hochfilzen. Ich kehrte für eine kleine Mittagsjause bei der Seealm-Hütte beim Grießer Moor zu. Ein gutes Speckbrot und ein gutes Trummer Bier waren gut für die Stimmung. Ich war der einzige Gast und wir plauderten über mein Vorhaben. Beim Zahlen meinte die Hüttenwirtin: "Das geht aufs Haus". Ich war ganz überrascht und erfreut. Ich bedankte mich mit einer Jakobikirche-Ansichtskarte, die ich gestempelt und mit einem "Vergelts Gott" unterschrieben habe. So etwas erlebt man als Pilger und das sind neben den Schönheiten der Natur die Besonderheiten auf der Reise.
In Fieberbrunn sitze ich dann in einem Cafe um das Quartierprospekt durchzusuchen, da kommt ein Gast und stellt mir ein Stamperl Schnaps hin, weil ich Pilger bin.
Ist das nicht nett? So habe ich wieder 2 Personen mehr im Rucksack, die ich für ein Dankgebet nach Santiago mitnehme.

In den letzten 9 Tagen habe ich schon zwei Erfahrungen gemacht, die für zukünfte Pilger hilfreich sein könen:
1) Frage nie Einheimische um einen Wanderweg, du wirst weit und irr gehen. Heute zum Beispiel, erklärt mir eine Frau sehr wortreich wie ich gehen soll - fast mit Aufzählung aller Häuser und deren Bewohner. Auf kurz gesagt, ich soll den nächsten Weg rechts nehmen. Sie hat nur eine Abzweigung vergessen und meinte die 2. Straße, die auch entsprechend markiert war. Das frühere Abzweigen brachte mir einen Irrweg auf den Berg rauf und einen zusätzlichen Geh-Km.
2) Wenn es dir auf langen Straßen- und Gehwegen einsam wird und du sehnst dich danach, wieder einmal ein menschliches Wesen zu sehen, dann stelle dich an den Wegrand und beginn zu pinkeln. Unter Garantie kommt dann wer oder fährt dann ein Auto. Das funktioniert bestens und sogar auf einsamen Forststraßen.

Das wars für heute und ich bedanke mich bei allen, die mich mit Kommentaren aufbauen.
Pilger Walter

Als Foto ein Selbstportrait (richtig mit ganz kurzen Haaren - praktisch!)

Mittwoch, 8. Juni 2011

Geschrieben & vergessen!

Hallo aus Mühlbach am Hochkönig!

Heute war der 7. Gehtag und 200 Km sind geschafft. Das ist ja schon was, da muss ich zur Belohnung gleich ein Schokokeks essen - mhhh!

Sonst ist von diesem Tag nichts Tolles zu berichten, ganz im Gegenteil. Somit schreibe ich mir diesen Tag von der Seele und kann ihn danach zu den Akten legen.

Der Tag begann, wie der gestrige Tag endete, mit einem zünftigen Straßenhatscher. Von Hüttau kann man nur entlang der Bundesstraße gehen, denn zwischen den Berghängen ist nur Platz für den Fritzbach und Straße. Für einen Gehsteig ist schon kein Platz mehr - siehe auch Foto mit Autobahnbrücke.
Positiv war nur, dass wenig Verkehr war und es etwas bergab geht. Beim Straßenwalken geht was weiter (6er-Schnitt). Ein paar Km vor Bischofshofen habe ich einen gemütlichen Waldweg nach Bi'hofen gefunden - auch ein Abschneider. Nach Bi'hofen ging es wie am Tagesbeginn weiter, 9 Km immer an der Bundesstraße bis Mühlbach am Hochkönig. Da gibt es links und rechts nur steile Hänge. Hier war dann auch mehr Verkehr, aber es ging trotzdem recht gut. Lästig war dann ein ordentlicher Regenguss von einer halben Stunde (Jakobus wo warst du?).
Es gibt hier auch Null Möglichkeiten zum Unterstehen, man muss einfach weiter. Wenn einem dann ein großer LKW beim Vorbeifahren die Regenpelerine von hinten bis nach vor ins Gesicht weht und man die klatschnasse Pelerine bei strömenden Regen nicht wieder zurück bekommt, da kommen nichtdruckreife Kommentare über die Lippen.
Trotzdem bin ich gut weitergekommen und die für heute geplanten 24 Km sind gleich nach Mitttag geschafft. Dann war noch eine größere Telefonarbeit notwendig, bis ich endlich ein Quartier gefunden habe. Es ist dann eine kleine Ferienwohnung direkt an der Bundesstraße und kostet 28,-. Ich kann mir somit das Abendessen selbst zubereiten und kann mein Reisebudget damit schonen. Es wird jetzt "Huhn süss-sauer mit Ananasstücken und Reis" geben - Inzersdorfer sei Dank. Zwei Stiegel-Biere kühlen auch schon vor sich hin :-)

Leider ist vom beeindruckenden Panorama durch die Wolkenfetzen wenig zu sehen.

Das Highlight des Tages:
Beim Durchqueren der Hauptgeschäftsstraße von Bi'hofen kam mir ein Urlauberehepaar entgegen und sie ließ im bundesdeutschen Dialekt folgenden Spruch los:
"Ach schau Karl-Gustav, ein Jakobspilger!" und zu mir gewandt: "Ich hab sie an der Muschel erkannt. Wir waren schon in Santiago - mit dem Bus und da haben wir die Muschel gesehen. Wir haben auch eine zu Hause. Wo gehen sie denn hin?" - "Na ja, nach Spanien" - mein Standardspruch wenn mich wer frägt, wohin ich gehe. Darauf die Urlauberin begeistert zu ihren Mann: "Hast du gehört, ein richtiger Pilger!" Es fehlte nur noch der Zusatz "Dass wir das noch erleben durften ...". Ich wollte schon sagen, wenn man einen richtigen Pilger trifft, dann lädt man ihn zum Essen ein :-)

Das wars für heute, denn ich muss kochen.
Für morgen ist leider Schlechtwetter angesagt. Gerade hat es wieder zum Schütten angefangen und zum Glück brauche ich heute nicht mehr aus dem Haus. Bitte haltet mir die Daumen, dass mich morgen der Regen nicht erwischt. Ich will mich nun nicht nur auf den Hl. Jakobus verlassen, nachdem er heute seine Arbeit nicht gut gemacht hat.

Liebe Grüße
Pilger Walter

Dienstag, 7. Juni 2011

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Liebe Freunde, die Ihr auf Nachricht wartet.

Heute habe ich die Heimat, die Steiermark verlassen und ich kann Euch liebe Grüße von der nächsten Etappe, dem Salzburgerland (Hüttau im Pongau) schicken.

Was hat sich die letzten 3 Tage getan?
Es waren sehr angenehme Tage, die auch dazu beigetragen haben, dass sich mein Körper schon ganz gut auf das Gehen und Tragen eingestellt hat.

Am Sonntag (4. Gehtag) war die Gehstrecke kürzer als geplant, weil ich am Vortag 11 Km bis Aigen i.E. weitergehen musste.
Es war ein schöner, aber auch ein wenig heißer Tag. Zum Glück gab es "Wassertankstellen". Mein Ziel war Gröbming bei unseren lieben Freunden Vroni und Karl. Dorthin kam auch Kathrin nach. So war dieser Gehtag mit Vorfreude begleitet. Und für diesen Tag durfte ich noch eine tolle Überraschung erleben. Wie ich mitten durch Gröbming hatsche (am Ende einer Etappe wird der Schritt schon schwerer), bleibt neben mir eine kleine Kutsche, mit 2 Haflingern bespannt, stehen und der Moser Hermann lud mich ein, den letzten Km mit ihm zu fahren. Das war ein Hallo wie ich mit der Kutsche bis vors Gartentor zu meinen Freunden geführt wurde - ein lustiges Schmankerl auf meinem Pilgerweg. Und dann noch die gute Küche von Vroni - so geht es einem Pilger gut. Auch die täglich Wäsche erledigte die Waschmaschine.

Kathrin und Vroni (unsere langjährige Wanderbegleiterin) wollten mich gestern begleiten, aber wegen anderer Verpflichtungen musste Vroni ihre Begleitung auf heute Dienstag 7.6. verschieben. Somit habe ich meinen Tourenplan abgeändert. Statt in die Ramsau und von dort über Filzmoos nach Hüttau (keine gute Begleitstrecke), bin ich an den letzten beiden Tagen über Schladming nach Pichl gewandert und heute von Pichl über Radstadt nach Hüttau.
Gestern hat mich meine liebe Frau begleitet und nachdem sie wieder zurück nach Gröbming wollte um heute mit Vroni nach Pichl nachzukommen und mich weiter zu begleiten, habe ich mich zu einer 2.Nächtigung "eingeladen". Somit konnten meine Kathrin und ich mit einem kleinen Rucksack durch das schöne Ennstal bis Pichl wandern (27 Km) und von dort sind wir mit dem Bus zurück gefahren und ich durfte eine weitere Nacht mit 4-Stern-Betreuung bei unseren Freunden verbringen - toll!

Heute sind wir mit dem Auto wieder nach Pichl gefahren und haben zu Dritt eine sehr schöne Etappe entlang des Ennsradweges erlebt. Leider war das heute der letzte Begleittag, jetzt geht es alleine weiter. Vroni und Kathrin haben mich bis Eben im Pongau begleitet und nach einem innigen Umarmen haben wir uns dann getrennt. Sie sind mit dem Bus und Zug nach Pichl zurück und ich bin die letzten Km nach Hüttau weiter marschiert. Und es war gut so, dieser Teil war besch...eiden. Hier gibt es ausser Bach, Wiesen, Eisenbahn und eine Straße nichts und ich musste ca. 7 Km am engen Straßenrand der Bundesstraße gehen - der totale Kontrast zu den vorigen Km.

Jetzt sitz-liege ich gemütlich und beineschonend in meinem Quartier und genieße neben dem Schreiben meine Abendjause vom Spar-Markt und 2 Dosen gutem Stiegelbier :-) und draussen rauscht der Regen vom Himmel - habe ich ein Wetterglück!

Bis jetzt hat sich die Partnerschaft mit dem Hl. Jakobus sehr gut bewährt. Wir haben ausgemacht, dass ich mich auf den Pilgerweg zu seinem Grab begebe und er hilft mir bei der Quartiersuche (das hat heute wieder gut funktioniert, obwohl meine Quartiervorschläge nicht frei waren). Natürlich hilft mir Jakobus auch beim Gehen und beim Wetter. Bis jetzt war das Wetter sehr gut, nur heute Mittag, bei Altenmarkt, wollte uns gerade ein Regen sekkieren. Da habe ich lauthals Jakobus auf seine Dienste erinnert und siehe da, gleich war Schluss mit dem Regen, noch bevor wir den Regenschutz aus den Rucksäcken geholt hatten. So konnte ich trocken bis Hüttau kommen und erst eine Stunde nach Quartierbezug hat es zu regnen begonnen und das ordentlich.
Für die nächsten Tage ist Schlechtwetter angesagt, da wird Jakobus viel Arbeit haben, mir einem Schirm über den Weg zu halten.

Das wars für heute, bis zu meinem nächsten Bericht danke ich für die lieben Kommentare und Wünsche
Pilger Walter

Das Foto zeigt den Moment des Verlassens der Steiermark

Samstag, 4. Juni 2011

Schweistreibend und schmerzhaft

Hallo liebe Wegbegleiter im Geiste!

Gleich einmal DANKE für die lieben Kommentare und das Mitgehen im Geiste. Es ist wunderbar und aufbauend im Mailbriefkasten Euren Kommentar zu finden und die lieben Worte zu lesen.

Zuerst einmal, wie geht es mir.
Heute habe ich die 3. Etappe geschaft und sogar überfüllt - mehr dazu später.
Somit mein Spruch: Super, es ist nicht mehr so weit bis Santiago :-)

Es geht mir prächtig, bis auf Wehwechen von den Füßen bis zu den Schultern. Aber es wird mit jedem Tag besser und beim Gehen auf der Strecke neutralisiert sich alles und man spürt (fast) nichts.
Trotz der guten Vorbereitung geht es am Beginn nicht ohne Probleme. Natürlich brennen die Füße wenn es wie heute (ausserplanmäßig) ca. 36 Km werden und die letzte 11 Km von Lassing, das für mich kein Quartier hatte, nur ein Straßenhatscher angesagt war.
Aber auch mein linker Innenknöchel schmerzt bisweilen und ist etwas geschwollen und blaurot verfärbt. Es war der Bergschuh, dabei bin ich ihn schon gut eingegangen. Aber mit lockerem Zubinden geht es ganz gut.
Dann sind es die Oberschenkel und die Sehnen im Schritt. Die protestieren beim Weggehen aufs Heftigste und nach einigen 100 Metern geht es wieder gut und ich spüre es fast nicht. Eine Lösung des Problems: Weniger Pausen machen (nicht ernst gemeint).
Und dann sind noch die Schultern.
Gerald vom Fitnessstudio: Anscheinend waren die Schulterübungen doch noch nicht passend und ausreichend, denn wenn der Rucksack herunten ist, sind die Muki's in der Schulterregion gut spürbar - ob das wohl am 15 Kilo schweren Rucksack liegt? Aber ich brauche die mitgeführte Küche, Zimmer und Kabinett dringend.

Wie ich vorhin vom Quartier zum naheliegenden Gasthaus in den Croggs gegangen bin, hätte mich die PVA nicht sehen dürfen, die hätten mir gleich 4 Wochen Kuraufenthalt verordnet.

Dabei sind die Rucksackdruckstellen (beim Brustgurtansatz und beim Beckengurtansatz) schon besser geworden. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und Ihr werdet sehen bis zum Ende meines Jakobsweges werde ich springen und tanzen :-)
Wisst Ihr wie schön das sein kann im Bett zu sitzen und die Beine auszustrecken?
Und ganz toll ist es, wenn man die Nacht großartig schläft und am Morgen ist man wieder, mehr oder weniger fit.

Von den letzten zwei Tagen (Mautern - Gaishorn und Gaishorn über die Burg Strechau, Lassing bis Aigen im Ennstal gibt es Folgendes zu berichten:

In Mautern, nach der Morgenmesse, hat mich Helmut Hafner, mein Französischkurskollege und erprobter Jakobspilger, bei der Kirche abgeholt und hat mich bis Wald am Schoberpass begleitet - Danke Helmut. Wenn man ihn beim Gehen zusieht, möchte man einen Rollstuhl bereitstellen. Darum Helmut, Hochachtung vor Deiner Leistung.

Am Weg bis Wald a. Schoberpass hat uns für eine halbe Stunde ein schöner Regenguss ereilt. Somit habe ich das auch erlebt - was soll mir jetzt noch passieren. Ach ja richtig, einen Köterangriff, den habe ich heute erlebt. Er war zwar hinterm Zaun, aber der war wenig vertrauenserweckend nieder.

In der Region um Gaishorn, Lassing und Aigen i.E. wäre eine Tourismusoffensive ratsam. Hier sollte man nicht so einfach hereinschneien, da wird man man als Gast nicht immer glücklich. In meiner Firma gab es ein geflügeltes Wort: "Kunde droht mit Auftrag!"

in Gaishorn waren beide möglichen Quartiere erst nach 2-3 Stunden zu beziehen, weil niemand da war und auch die Zimmer nicht fertig waren.
In Lassing, mein heute geplantes Ziel, war kein Zimmer zu finden. Eine Unterkunft war voll und die Besitzer der 2. Unterkunft wollten lieber einen Ausflug machen, obwohl ich schon gestern angerufen habe.
So bin ich ins Ungewisse losgegangen und habe zum Jakobus gemeint: "Jetzt musst du dir was einfallen lassen". Die nächste mögliche Station war Aigen im Ennstal - 11 Km weiter zu den geplanten 26 Km. Dazu kamen noch ca. 2 Km Umwege wegen falscher Beschilderung und gutgemeinter, aber unnötiger Umwege. Die Lösung vom Hl. Jakobus hat so ausgesehen, dass er mir die Kraft gegeben hat, damit ich den weiteren Weg schaffe und dass er mich flott dahigehen ließ und den Regen von mir abhielt.
Ja, auch hier in Aigen hat die Gastronomie so seine Tücken. Gleich am Anfang von Aigen, neben meinem netten Privatquartier (22,-) gibt es zwei Gasthäuser und deswegen habe ich mich da auch einquartiert - so richtig weitergehen wollte ich nicht mehr. Die Vermieterin hat mir eines der GH empfohlen, denn das 2. GH kocht kaum aus. In dem empfohlenen GH bin ich mit einem ordentlichen Hunger um 17:15 aufgetaucht und musste zur Kenntnis nehmen, das der Koch erst um 18h kommt. Ok, das kommt öfters vor. Also trinke ich fürs Erste ein gutes Bier. Vor 18h kommt die Kellnerin und meint schuldbewusst, dass es mit dem Essen nichts wird und ich hatte mich schon auf einen Schweinsbraten mit Knödel und warmen Krautsalat gefreut. Der Grund: der eine Koch ist mit den Fußballern unterwegs und der 2. Koch ist bei einer Feier hängen geblieben. Ja, ja, die Ennstaler feiern gerne und da kann neben die Welt untergehen..
Somit bin ich mit knurrendem Magen zum Nachbar-GH. Eine Art Bauerntoast (tiefgefroren) war nicht schlecht und hat den Hunger fürs Erste besänftigt. Jetzt (20:15), wäre vielleicht was Süßes noch gut, aber mich bringt heute nichts mehr aus meinem Bett.

Mit dem Wetter habe ich bisher sehr viel Glück (meine Vereinbarung mit oben wirkt anscheinend). Gestern wie ich vorm Quartier unter Dach auf die Vermieterin wartete, ging der erste von ca. 5 Regengüssen nieder. Für heute war sehr wechselhaftes Wetter vorhergesagt und in anderen Regionen (z.B. unter Graz) gab es auch Unwetter. Aber entlang meines langen Weges blieb ich davon verschont, auch wenn der Himmel tw. bedrohlich dunkel war. Es schien meist doch die Sonne und es war extrem schwühl und schweißtreibend - besonders beim steilen Anstieg zur Burg Strechau (gut zu sehen von der Autobahn bei Rottenmann).

Zwei nette Kurzbegleitungen eines Radfahrers, der mich schon am Vortag gesehen hat, und eines einsamen Spaziergängers, waren die heutigen Highlights.

Eine Schrecksekunde hatte ich am Morgen. So 300 m vom Nachtquartier kam mir etwas komisch vor. Meine Hände hatten nichts zu tun - die Stöcke!!! Also umdrehen und den Hügel wieder rauf. Aber wie schon erwartet, hier waren sie nicht, denn ich habe beim Zimmerauszug genau geschaut, ob ich alles mithabe.
Wo habe ich sie vergessen? Sicher am Vortag bei der kleinen Bäckerei, wo ich was getrunken habe und mir die Abendjause gekauft habe. Ich bin dann schnell und mit einem Bittgebet zum Hl. Antonius zu dem Geschäft im Zentrum von Gaishorn runter. Und hier gibt es ehrliche Menschen, denn Gott sei Dank, dort im Freien, gleich neben der Straße, warteten meine Stöcke auf mich :-)

So das wars für heute, denn jetzt tun mir vom Schreiben auf dem Mäuseklavier (sprich Tastatur) meines Handys auch die Hände und Finger weh.

Die Vorschau auf die nächsten 3 Tage sind sehr angenehm. Davon berichte ich beim nächsten Tagebucheintrag (wenn ich Lust dazu habe).

Das Foto zeigt eine Wasserlabestation am Radweg zwischen Trieben und Rottenmann. Heute habe ich einige Wasserstellen gebaucht.

Ich sage nun Gute Nacht und lasse jetzt meine Beine zu Kräften kommen.
Piger Walter

Donnerstag, 2. Juni 2011

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Hallo liebe Freunde!
Der erste Tag ist geschafft und die 1. Station Mautern ist erreicht - rund 28 km.

Der Tag begann fröhlich. Schon beim Aufstehen fühlte ich eine innerliche Freude. Jetzt ist der ersehte Tag gekommen.
Die Messe war für mich sehr emotional mit ein paar Tränen. Tränen der Freude und dem Wissen, meine Familie bangt um mich.
Zum Glück war Lukas da und ich konnte ihn in der Kirche herumtragen und alles zeigen, damit er die lange Messe ruhig gibt.
Nach dem Pilgersegen mit sehr persönlichen Worten ging durfte ich durch ein Spalier von Freuden und lieben Kirchgängern gehen, die mir alle viele Wünsche für den Weg mitgaben.
Eine große Überraschung war, das mich meine Frau Kathrin und mein Sohn am ersten Tag begleiten werden (das haben sie am Vorabend angekündigt), und auch Franz Maderthoner und Walter Kreutzwiesner sind adjustiert zur Begleitung bereitgestanden. Das war eine große Freude. Somit war der erste Tag ein fröhliches Wandern über die Niederung, Traboch, Kammern bis Mautern. Unterwegs bekamen wir vom Schollinger-Bauern einen guten Schnaps zur "Stärkung" und die Wirtin vom Gasthaus Meisenbichler hat mich auf die Getränke zum Mittagessen eingeladen und hat eine Runde Schnaps spendiert - Vergelt's Gott. Auf's Essen hat uns meine Gattin eingeladen und die Kuchen/Bierjause am Ortsanfang hat Franz bezahlt - ich danke Euch schön.
In Mautern hat mir Pater Kollomann Quartier im Pfarrhaus angeboten. Das ist ganz nett. Er war nur unterwegs und per Handy nicht erreichbar. So hat die liebe Wirtschafterin in der Wartezeit uns bewirtet. Im Gespräch hat sie von der Familie Hafner erzählt, die auch Jakobspilger sind. Wir kennen von der Vorbereitung im Französischkurs und hat gleich die Hafners angerufen. Hr. Hafer ist auch glich gekommen und wir haben bei Wein und Kuchen Erfahrungen ausgetauscht. Sie sind vor Jahren den spanischen JW gegangen und sind im Vorjahr von Österreich ind Schweiz gegangen. Der französische Teil fehlt ihnen noch. Ich wünsche den beiden Gesundheit, dass sie auch den letzten Teil erleben können.

Somit war der erste Tag ein ganz fröhlicher Tag und ich bin dankbar dafür.

Das Foto zeigt meine Begleiter beim Rückblick auf Leoben und die Jakobikirche.

Jetzt sitze ich bequem im weichen Bett und strecke meine müden Beine aus. Eine gute Dusche belebte die Geister und die Füße sind mit Hirschtalg für den morgigen Tag vorbereitet. Nach diesem Tagebucheintrag werde ich gut schlafen.

Ich grüße Euch von meinem Jakobsweg
Pilger Walter

Ps: das Schreiben am Handy ist nicht so bequem und so können sich einige Tippfehler einschleichen.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Jetzt gehts los!

Unglaublich! Ein jahrzentelanger Traum geht in Erfüllung. Morgen beginne ich meinen Jakobsweg!
Ich bin gelassen und gespannt zugleich, was dieser Weg für mich bereithält.
Gelassen, weil ich bestens vorbereitet bin. Der Rucksack ist gepackt (mit Wasser und Notproviant muss ich täglich 15 Kg tragen) und wie ich glaube, alles ist erledigt und bereitet.
Gespannt, weil das kein Sonntagsspaziergang ist und jeder Tag viel Unbekanntes für mich breithält.
Ich bin auch offen für alles, was passieren wird (in mir und rund um mich herum).
Mit Gottes Hilfe und mit der Begleitung des Heiligen Jakobus werde ich am 24. September auf den Platz vor der Kathetrale in Santiago de Compostella einmaschieren können.
Bis dahin sind einige Millionen Schritte zu tun und morgen mache ich den ersten Schritt dafür..

Ich bin begeistert von den vielen guten Wünschen und dem Zuspruch, den ich von allen Seiten bekomme. Das ist eine der schönsten Erfahrungen, die ich bisher erleben durfte. Mit diesem "Proviant" wird mir der Weg gelingen.

Liebe Freunde und alle, die Ihr mich auf dem Weg begleitet, bitte habt Verständnis, dass ich entlang des Weges keine Telefonanrufe entgegennehmen möchte. Ihr könnt aber über meine Familie mit mir Kontakt halten. Und ich weiß nicht, ob ich immer die Kraft, den Geist und ein Gratis-WLAN haben werde, um diesen Blog mit aktuellen Informationen zu füttern. Die Fotoqualität wird "nur" Handyformat haben. Für die anderen Fotos vom Fotoapperat fehlt mir eine passende Schnittstelle.

Zum Schluss, bevor ich losgehe, möchte ich meiner Familie, ganz besonders meiner Frau danken, dass sie Verständnis haben, dass ich diesen Weg gehen muss.

Jetzt gehe ich noch auf ein gutes Glas Gösser Bier, lasse mir die Haare ganz kurz scheren und dann warte ich noch auf mein Enkerl Lukas, der mit seinen frisch verheirateten Eltern zu meinem Abschied kommen wird. Morgen nach der Feiertagsmesse mit Pilgersegen in der Jakobikirche gehts los.

Los gehts, on y va, ultreia
Pilger Walter